Achtsamkeit,  Ernährung,  Fastenzeit,  Konsum,  Minimalismus

Fastenzeit – wenn Verzicht auf einmal sexy wird

Wenn wir von „Nachhaltigkeit“ reden, reden wir gleichzeitig auch immer irgendwie von „Verzicht“. Wie gut, dass es mit der Fastenzeit eine feste Saison im Jahr gibt, in welcher der Verzicht nicht ganz so weh tut.

 

Deshalb eignet sich die Fastenzeit auch wunderbar dazu, mehr Nachhaltigkeit in den Alltag mit Hund zu integrieren!
Der Ursprung unserer Fastenzeit liegt im frühen Christentum; bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. ist eine 40-tägige Fasten- bzw. Bußzeit vor Ostern belegt. Heutzutage, in unserer modernen westlichen Welt, wird allerdings eher weniger Buße getan – da wird die Fastenzeit vielmehr auf alltägliche Dinge angewendet. 

Die moderne Interpretation des Fastens

Es wird auf Handy, Internet und Social Media verzichtet; das eigene Konsumverhalten und unschöne, aber eingefahrene Ernährungsgewohnheiten kommen auf den Prüfstand. So mancher ist vermutlich durch die Fastenzeit bereits zum Vegetarier oder Veganer geworden oder hat es geschafft, endlich seine Zucker-, Alkohol- oder Nikotinsucht loszuwerden. 
Die Fastenzeit bietet gleichzeitig auch eine Art zweite Chance für die bereits über Bord geworfenen Neujahrsvorsätze, einen festen Zeitrahmen, in dem man es „ja mal versuchen“ kann. Entweder es klappt, oder es klappt nicht – nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. 
 
Zu keiner anderen Zeit des Jahres ist Verzicht so sexy wie jetzt in der Fastenzeit! 
Wer es schafft, positive Veränderungen herbeizuführen, erntet Anerkennung. Von denen, die kapitulieren mussten – oder es selber gar nicht erst versucht haben. 

Nachhaltigkeit = Verzicht = unsexy?

Die Sache mit dem Verzicht ist auch der Grund, warum Nachhaltigkeit immer noch nicht massentauglich ist – so vermute ich zumindest.
Schließlich ist es viel schöner, viele Dinge zu besitzen, mit dem Auto durch die Gegend zu fahren, (Online-)Shopping für den kleinen Moment des Glücks zu betreiben und sich danach ein schönes Steak in einem tollen Restaurant zu gönnen. 
Oder für den Hund nur das allerfeinste BARF mit möglichst hohem Fleischanteil zu besorgen, ihn mit Luxus-Zubehör zu verwöhnen und täglich an einem anderen Ort mit ihm spazieren zu gehen…
Man ahnt vermutlich, worauf ich hinaus will:

Die Fastenzeit ist auch für uns Hundemenschen eine wunderbare Gelegenheit, auszuprobieren, ob es nicht vielleicht auch mit etwas weniger geht – und vielleicht stellen wir dabei ja sogar fest, dass dieses „Weniger“ sogar am Ende des Tages ein „Mehr“ sein kann.

      • Wenn z.B. der Hund, der sein Lebtag nur Trockenfutter bekam, auf einmal auch die Reste seines Menschen essen darf und dabei über das ganze Gesicht strahlt.
      • Wenn der Mensch auf kleineren Streifzügen von der Haustür aus endlich seine nähere Umgebung kennenlernt.
      • Wenn die gelbe Tonne mit dem Plastikmüll nun nur noch alle vier Wochen geleert werden muss statt wie bisher alle zwei.
      • Wenn abends vom Tag noch etwas übrig ist, weil man seine Zeit nicht mit unnützen Dingen vergeudet hat, sondern auf das Wesentliche fokussiert geblieben ist… 
Das Potential der Fastenzeit ist quasi unerschöpflich, wenn man nur ein wenig kreativ ist!
Im vergangenen Jahr 2019 habe ich pünktlich am Aschermittwoch begonnen, meinen kleinen HundSinn in die Welt hinauszutragen – mit diesem Beitrag:

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – oder fängt es da vielleicht sogar erst richtig an?

Gibt es einen besseren Zeitpunkt als den Beginn der Fastenzeit, um einen Nachhaltigkeits-Blog zu starten?! Ich möchte diese sechs Wochen zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag daher dazu nutzen, um mich im Rahmen einer kleinen Challenge behutsam an die vielen Themen anzunähern, die im Ausdruck „nachhaltiges Hundeleben“ mitschwingen.
Gleichzeitig hatte ich aufgerufen zum „nachhaltigen Hundefasten“ – jede der sechs Fastenwochen stand dabei unter einem eigenen Motto, womit wir uns allen Facetten der nachhaltigen Hundehaltung annähern konnten. 

Unsere Themen der Fastenzeit 2019:

Und ich hoffe, dass Du, lieber Leser, auch in 2020 in den Beiträgen des vergangenen Jahres etwas Inspiration findest, wie eine nachhaltige Fastenzeit für Dich und Deinen Hund aussehen könnte. Stöbere doch ein wenig in den Themen und schau, ob da vielleicht auch eines für Dich bei ist.
 
Probier es einfach einmal aus – denn so, wie im Karneval alles erlaubt ist, kannst Du in der Fastenzeit nicht verlieren, sondern nur gewinnen.
 
Nachhaltigkeit mag zwar auf den ersten Blick mit Verzicht verbunden sein – aber Verzicht ist sexy!
Zumindest in der Fastenzeit. 

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