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NACHHALTIGKEITSTIPP: Saisonal & regional einkaufen

Eine der wichtigsten Stellschrauben in Sachen Nachhaltigkeit ist der Verzehr von saisonalen und regionalen Produkten.

Wer möglichst auf Südfrüchte und weitgereistes Obst und Gemüse verzichtet, kann gleich drei positive Effekte verbuchen:

1. Verringerung des ökologischen Fuß- bzw. Pfotenabdrucks
2. Gesundheitlicher Vorteil durch höheren Nährstoffgehalt und weniger Schadstoffe
3. Positiver Effekt auf den Geldbeutel

Schauen wir uns die Punkte doch einfach einmal etwas genauer an.

Obst und Gemüse, das gerade in der eigenen Region Saison hat, benötigt keine langen Transportwege und keine langen Lagerzeiten – im besten Falle geht ein Lebensmittel ohne den Umweg über einen Großhändler direkt vom Landwirt in den Einzelhandel.
Ideale Beispiele hierfür sind Hofläden, Wochenmärkte und natürlich auch lokale Supermärkte, die in Kooperation mit Erzeugern aus der Region stehen.

Das hat den Vorteil, dass die Ware auch wirklich noch frisch ist, wenn sie bei uns im Einkaufskorb landet. Je länger die Lagerung, umso mehr Nährstoffe gehen verloren. Weite Transportwege können nicht nur eine entsprechend energieaufwändige Kühlung erfordern, sie machen außerdem oftmals die Ernte unreifer Früchte oder auch den Einsatz von chemischen Mitteln zur Abwehr von Schädlingen notwendig.
All das wirkt sich natürlich auch auf die Qualität der Ware aus!

Innerhalb der jeweiligen Saison ist auch der Produktionsaufwand für den Landwirt am geringsten – eine Pflanze, die zu ihrer Zeit einfach frei auf dem Feld wachsen kann, benötigt weniger Aufwand und Ressourcen als beispielsweise Kulturen aus dem Gewächshaus oder unter Folie (z.B. Früherdbeeren, früher Spargel, Gewächshaustomaten usw.).

Je unaufwändiger die Produktion und die Transportwege, umso günstiger können die Produkte schließlich auch uns Endverbrauchern angeboten werden.

Mit nur einer kleinen Änderung der Gewohnheiten muss eine gesunde und nachhaltige Ernährung also überhaupt nicht teuer sein!

Man muss sich einfach nur daran gewöhnen, dass es eben nicht immer alles gibt.
Und das ist auch überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil: die Natur schenkt uns zu jeder Zeit des Jahres genau das, was unserem Körper gut tut.

Das entspricht im Übrigen auch den Prinzipien der TCM-Ernährung, die ebenfalls jahreszeitlich ausgerichtet ist. Mit einer saisonalen Ernährung können wir unseren Körper – und selbstverständlich auch den unseres Hundes – wieder in Einklang mit sich selbst bringen.

FRÜHLING

Junge frische Kräuter, Spargel, Salate, Blattgemüse, Pilze, Erdbeeren: leichte Lebensmittel, entgiftende Wirkung, Stärkung und neue Energie nach dem Winter.

SOMMER

Saison für Salate und Blattgemüse jeder Art, für Tomaten und Gurken, Zucchini und die ersten Kürbisse, für Bohnen und Erbsen, Melonen, Beeren, Zitrusfrüchte: die Zeit der kühlenden, erfrischenden Nahrungsmittel.

HERBST

Wurzelgemüse und Knollen, Kürbisse, erste Kohlsorten, Nüsse, wärmende Gewürze, Stein- und Kernobst: der Körper wird von innen heraus genährt und gestärkt.

WINTER

Hauptsaison für Kohl jeglicher Art (idealer Vitamin-C-Lieferant!), Wurzelgemüse und Knollen (ggf. auch gelagert), wärmende Gewürze, Stein- und Kernobst: Phase des Rückzugs und der Ruhe für den Körper.

Auch bei Fleisch für den Hund kann es sich ggf. lohnen, ein wenig auf die Saison zu achten. „Dank“ der industriellen Tierhaltung werden Rind, Hund, Schwein etc. zwar das ganze Jahr über geschlachtet, und frisches Fleisch für Hunde wird auch meist tiefgekühlt verkauft, weshalb die Saison hierfür keine Bedeutung hat.

Bei Wild kann es sich jedoch lohnen, auf die Saison zu achten. Hier unterliegen die einzelnen Tierarten per Gesetz spezifischen Jagdzeiten, was z.B. zur Folge hat, dass insbesondere im Herbst und Winter ein größeres Angebot dieser Fleischsorten zur Verfügung steht – was sich wiederum auf den Preis auswirken kann.

FAZIT

Hier also noch einmal kurz zusammengefasst die positiven Auswirkungen, die der Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln mit sich bringt:

ÖKOBILANZ
  • Kurze Transportwege und dadurch weniger Emissionen
  • Weniger Energieaufwand für Kühlung und Lagerung
  • Produktion mit möglichst geringem Einsatz von Ressourcen
GESUNDHEIT
  • Frische, reif geerntete Lebensmittel haben eine höhere Nährstoffdichte
  • Keine transportbedingte Behandlung mit Pestiziden
  • Saisonale Lebensmittel geben dem Körper das, was er braucht, zur richtigen Zeit (TCM Ernährungslehre)
PREIS
  • Je weniger Produktions- und Transportaufwand, umso günstiger das Lebensmittel
  • Obst und Gemüse der Saison steht dem Markt in großer Menge zur Verfügung, wodurch der Preis gesenkt wird

Die regionalsten und saisonalsten – und auch kostengünstigsten – Lebensmittel sind übrigens immer noch jene, die wir in unserem eigenen Garten oder auf unserem eigenen Balkon selber anbauen können!

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