Fastenzeit,  Gesellschaft

Achtung Vorurteil: „Alle Kampfhunde sind gefährlich!“

Es ist eines der größten Vorurteile, das nicht nur in der Hunde-, sondern auch in der Menschenwelt regelmäßig hochkocht: Kampfhunde.

 

„Alle Jahre wieder“ berichten die Medien von dramatischen, nicht selten tödlichen oder zumindest lebensgefährlichen Beißvorfällen mit Hunden spezieller Rassen – oftmals gegenüber Kindern.
Keine Frage: diese Vorfälle sind schlimm, sie lassen sich nicht schönreden, sie hätten nie passieren dürfen! Und ja, natürlich: die beteiligten Hunde sind selbstverständlich als gefährlich einzustufen.

Doch reden wir hier heute von Vorurteilen, von Verallgemeinerungen – es geht also um die Frage, ob wirklich alle „Kampfhunde“ gefährlich sind?

Wie heißt es denn nun richtig – „Kampfhund“ oder „Listenhund“?

Die Bezeichnung „Kampfhund“ im ursprünglichen Sinne gilt für Hunde jener Rassen, die einst für den Einsatz im Kampf gezüchtet wurden (sei es im Krieg gegen Menschen oder eben auch zu deren Belustigung in der Arena gegen andere Tiere oder Hunde).

Wir haben es demnach mit Rassen zu tun, die in der Tat auf ein bestimmtes aggressives Verhalten hin selektiert wurden, wo also eine entsprechende Gefährlichkeit genetisch verankert ist.

Zu glauben, dass mit dem offiziellen Verbot von Hundekämpfen in unseren Breiten (um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert herum) diese Rassemerkmale hinfällig geworden wären, wäre leider naiv.

Noch immer gibt es Hundekämpfe – nun eben illegal – und noch immer werden Hunde auf entsprechendes Aggressionspotential hin verpaart und abgerichtet.

Der heute eher gebräuchliche Begriff „Listenhunde“ bezieht sich nach den jeweiligen Gesetzen der einzelnen Bundesländer auf diejenigen Hunderassen, die als gefährlich gelten („Gefährliche Hunde“ – Kategorie 1) sowie auf eventuell gefährliche Rassen („Hunde bestimmter Rassen“ – Kategorie 2).
Ebenfalls durch die Landeshundegesetze reguliert werden außerdem gefährliche Hunde im Einzelfall“  (die zwar keiner der beiden Kategorien angehören, aber bereits auffällig geworden sind).

Mit ausschlaggebend für eine Verschärfung der Hundegesetze in den beginnenden 2000er Jahren dürfte wohl ein schwerer Beißvorfall in Hamburg im Jahr 2000 gewesen sein, bei dem ein Kind durch zwei Hunde entsprechender Rassen angegriffen und getötet wurde.

Welche Rassen gelten denn nun als besonders gefährlich?

Für das Land NRW beispielsweise gilt Folgendes:

§ 3
Gefährliche Hunde

(2) Gefährliche Hunde sind Hunde der Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden.

§ 10
Hunde bestimmter Rassen

(1) Für den Umgang mit Hunden der Rassen Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden gelten § 4 mit Ausnahme von Absatz 2 und die §§ 5 bis 8 entsprechend, soweit in Absatz 2 und 3 nichts Abweichendes bestimmt ist.

Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW)

Für diese Rassen gelten, je nach Kategorie, bestimmte Auflagen zur Leinen- und Maulkorbpflicht sowie zur Sachkunde und Zuverlässigkeit des Halters.

Man möge mir nachsehen, dass ich – in NRW lebend – mich hier nur auf Gesetz und Statistik für dieses Bundesland beziehen werde.

Für einen genaueren Überblick über die Rasselisten aller Bundesländer empfehle ich bei Interesse einen Blick nach Wikipedia.

Warum haben wir Vorurteile gegenüber bestimmten Rassen?

Wenn wir uns die Geschichte der Kampfhunde anschauen, die sich von der Antike bis in unsere heutige Zeit über mehrere Jahrhunderte erstreckt, dürfte schnell klar sein, dass ein gewisser Respekt vor molossoiden, großen, kräftigen Hunden mit massigem Schädel einfach ein fester Bestandteil unseres kulturellen Gedächtnisses ist.

Wir kennen es einfach nicht anders, und im Hinblick auf unseren Selbstschutz-Instinkt ist das auch sicherlich gut.

Mit dem Vorurteil „dieser Hund ist gefährlich, dem gehe ich lieber aus dem Weg“ kommen wir eher nicht in die Gefahr, dass ein Teil unseres Körpers zwischen diesen kräftigen Kiefern landet – wir „überleben“ (und unserem Gehirn ist es dabei völlig egal, ob wir uns dabei in einer real bedrohlichen Situation befunden haben oder nicht).

Und auch die Gesetze mit ihren Rasselisten und Haltungsauflagen tragen natürlich ihren Teil zur Aufrechterhaltung unserer Vorurteile bei:
„Diese Hunderassen werden so strikt reguliert, als wären sie Waffen – dann muss da ja auch etwas dran sein, dass sie so gefährlich sind.“

Und ja, es sind eben leider auch meist die Hunde solcher Rassen, deren Beißvorfälle es in die Medien schaffen. Und es sind die Medien, die unsere Vorurteile noch weiter anheizen.

Dass der Dackel von Oma Erna von nebenan dem Postboten nicht ins Gesicht, sondern nur in die Wade geschnappt hat, ist logischerweise nicht einmal eine Schlagzeile auf der letzten Seite des Werbeblättchens wert – und doch hat der Postbote sein Glück vielleicht nur Waldis rassebedingter Bodennähe zu verdanken, nicht aber seinem vermeintlich so friedfertigen Charakter („Ach, der will doch bloß spielen!“).

Wie können wir diese Vorurteile ablegen?

Wie bei allen Dingen geht wohl auch hier der Weg vom Vor-Urteil zum Urteil über eine genauere Beschäftigung mit der Sache und mit ihren objektiv beurteilbaren Eigenschaften.

Lernen wir also doch erst einmal ein paar Individuen der gelisteten Rassen kennen, von denen wir wissen, dass sie sich in verantwortungsvollen Menschenhänden befinden und dass sie niemals einer Fliege etwas zuleide tun könnten.

Auch dies ist übrigens ein wichtiges genetisches Merkmal, das „Kampfhund“-Rassen angezüchtet wurde: ihre Friedfertigkeit dem Menschen gegenüber. Denn der ist es schließlich, der auch in der Arena bei einem Hundekampf bis aufs Blut dann und wann einmal eingreifen können muss; und es wäre doch ein Jammer, wenn im Eifer des Gefechts ausgerechnet der Besitzer zu Schaden käme!

Lassen wir uns doch vom verantwortungsbewussten Halter erklären, was seinen Hund so besonders macht, welche Eigenschaften er hat und wie weit er wirklich den landläufigen Vorurteilen entspricht – oder eben nicht.

Ein gewisser Respekt gegenüber fremden Hunden derselben Rasse wird vielleicht trotzdem noch bleiben – doch dieser ist schließlich „gesund“ im Sinne des Selbstschutzes.

Und je mehr positive Erfahrungen wir sammeln, umso mehr wird das negative Bild des Vorurteils überlagert werden: klassische emotionale Konditionierung, sozusagen.

SIND RASSELISTEN WIRKLICH SINNVOLL?

Das ist wohl die meistdiskutierte Frage zu diesem Thema – und nicht zu Unrecht.

Drei Bundesländer haben ihre Rasselisten inzwischen wieder abgeschafft: Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Mit die wichtigste Caniden-Expertin, die auch in der Kampfhund-Debatte immer wieder als Gutachterin zu Rate gezogen wurde, ist Dr. Dorit Feddersen-Petersen.
In ihren Publikationen und Stellungnahmen zu dem Thema betont sie – wie eine Vielzahl ihrer Kollegen übrigens auch – wieder und wieder, wie wichtig es ist, auch den Faktor „Mensch“ bei der Betrachtung gefährlicher Hunde mit einzubeziehen – sowohl bei der Beurteilung eines Vorfalles als auch beim Wesenstest.

„Es gibt keine ‚gefährlichen Hunderassen‘, es gibt gefährliche Hundeindividuen.“

Dr. Dorit Feddersen-Petersen


Diese „gefährlichen Hundeindividuen“ entstehen meist aus missbräuchlicher, tierschutzrelevanter Haltung der Hunde und einer damit einhergehenden „Abrichtung“ durch den Menschen:

  • Welpen werden bereits frühzeitig sozial isoliert und können dadurch überhaupt kein normales hündisches Sozialverhalten erlernen; Begegnungen mit Artgenossen werden zu ausnahmslos negativen Erlebnissen.
  • Defizite im Sozialverhalten können dazu führen, dass der Mensch keinen Einfluss (mehr) auf das Verhalten seines Hundes nehmen kann.
  • Vernachlässigung führt zu irreversiblen Deprivationsschäden und Verhaltensstörungen.
  • Bei sogenannten „Hinterhof-Kreuzungen“ wird stark auf Aggression selektiert.
    Teilweise ist sogar die Mutterhündin überhaupt nicht mehr zur normalen Brutpflege in der Lage (ein verantwortungsvoller Züchter müsste und würde sie aus der Zucht nehmen) – Welpen können dann Opfer gefährlicher Objekt- oder Beutespiele werden und müssen frühzeitig von ihr getrennt werden.
  • Auch das Geltungsbedürfnis des Menschen und sein Wunsch nach Ego-Erweiterung durch einen aggressiven Hund an seiner Seite darf nicht unterschätzt werden (Erik Zimen bezeichnete dieses Phänomen sehr schön als „lächerliche Großmannssucht“).
    Das Vorurteil, dass gefährliche (Kampf-)hunde meist aus einem gewissen „Milieu“ stammen, lässt sich also nicht so leicht von der Hand weisen.

Unterm Strich liegt es also in der Hand des Menschen, des Halters, ob ein „Kampfhund“ (der Rasse nach) auch tatsächlich zu einem solchen wird – oder ob dieser ein friedvolles Leben als Familienhund fristen darf.

Und genauso hat es übrigens auch der Mensch in der Hand, ob ein Hund, der von den Anlagen seiner Rasse her eher als „Familienhund“ gilt, nicht womöglich eines Tages zu einem „gefährlichen Hund im Einzelfall“ wird, zu einem Kampfhund im Retrieverpelz sozusagen!

Aggressionsverhalten gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire eines Hundes.

Ein Stück weit bestimmt seine genetische Veranlagung, wie viel davon in seinem Alltag noch als „normal“ zu betrachten ist. Hierfür gibt es allerdings kein allgemein gültiges Maß – das ist von Individuum zu Individuum unterschiedlich, was eine rein objektive Einschätzung auch so schwierig macht.

Und zu einem großen Teil bestimmt eben der Mensch, ob aggressive Verhaltensweisen gefördert oder doch eher unterdrückt werden:

  • durch frühzeitige, rassegerechte Sozialisation des Welpen auf andere Lebewesen und seine Umwelt
  • durch eine konsequente Erziehung, in der Klein-Wuff auch einmal Frust aushalten darf
  • durch eine gesunde Mensch-Hund-Beziehung, die es dem Halter ermöglicht, Einfluss auf sein Tier zu nehmen
  • und nicht zuletzt vor allem durch eine ausreichende Sachkunde des Halters – insbesondere in Bezug auf die hündische Körpersprache!

Was die Statistik über die Gefährlichkeit von Kampfhunderassen aussagt

Am Ende bleibt natürlich die Frage, ob die Gefahr, die von den Hunden auf den Rasselisten ausgeht, wirklich so groß ist wie man uns weis machen will – oder ob es nicht vielleicht eher der Wolf auf unserem eigenen Sofa ist, der morgen Schlagzeilen machen wird?

Die Ursache für einen großen Prozentsatz an Beißvorfällen (26%) ist laut Feddersen-Petersen (Hundepsychologie) mangelnde Aufsicht und Verantwortung sowie mangelhaftes Wissen zum Hundeverhalten!

Werfen wir zu guter Letzt also auch noch einen Blick auf die harten Fakten: die aktuelle Statistik – bezogen auf das Land NRW – zu den auffällig gewordenen Hunden der vergangenen zehn Jahre (Zeitraum 2008 bis 2017):

Bei den Hunden der Kategorie 1 – gefährliche Hunde führt der Pitbull Terrier im Durchschnitt die Rangliste in Sachen Beißvorfälle gegenüber Menschen an.
Bei Beißvorfällen gegenüber anderen Tieren steht in dieser Kategorie hingegen der American Staffordshire Terrier auf Platz 1.

Im Hinblick auf Vorfälle in der restlichen statistisch erfassten Hundepopulation sind neben dem Dogo Argentino („Hunde bestimmter Rassen“ – Kategorie 2) vor allem Dobermann und Schäferhund sowie Schäferhund-Mischlinge Menschen gegenüber auffällig geworden!
Bei Angriffen gegenüber Tieren reihen sich neben diesen auch noch Rottweiler (Kat. 2) und American Bulldog (Kat. 1) mit ein.

„Aus diesen statistischen Auswertungen lässt sich allerdings auch ablesen, dass es keine Rasse aus der Rasseliste nach § 10 Absatz 1 LHundG NRW gibt, die in den 10 Jahren überhaupt nie – das heißt in keiner Weise – negativ aufgefallen ist.“

Landeshundestatistik NRW (2017)

Rein prozentual betrachtet – wenn man also die Anzahl der Vorfälle anteilig umrechnet auf die Gesamtpopulation einer Rasse – spricht diese Statistik nicht unbedingt für die Rassen der Kategorien 1 und 2.

In Hinblick auf die absoluten Zahlen (Beißvorfälle mit Menschen, bezogen auf das Jahr 2017) und ihren Anteil an der gesamten Hundepopulation wirkt das Ganze allerdings doch irgendwie etwas krumm:

Wenn von 28 gemeldeten Hunde der Rasse Tosa Inu bloß ein einziger auffällig wird, dann sieht die Quote für die Gesamtpopulation mit 3,57% ziemlich schlecht aus – verglichen beispielsweise mit dem Pitbull Terrier: 1 Beißvorfall auf 418 Tiere, macht also nur noch 0,24%.

Bei den Schäferhunden sind es insgesamt 110 Vorfälle; das ist zwar angesichts der großen Gesamtpopulation (43.285) immer noch eine überschaubare Quote – die liegt mit 0,25% aber trotzdem über der des Pitbull Terriers!

Schäferhund-Mischlinge schaffen es immerhin noch auf 60 Vorfälle gegenüber Menschen.

Den größten Anteil macht bei absoluter Betrachtung aber immer noch die Gruppe der „sonstigen großen Hunde“ ohne nähere Rassebezeichnung aus:
Die schaffen es insgesamt auf stolze 530 Beißvorfälle (auf 401.229 Tiere) bei einer vergleichsweise niedrigen Quote von 0,13%.

Und um noch einmal auf Oma Ernas „Waldi“ zurück zu kommen: auch die Kategorie der „kleinen Hunde“ bringt es in dieser Statistik immerhin auf 106 Beißvorfälle insgesamt.
2 davon gehen auf das Konto von Miniatur-Bullterriern – was ihre Quote mal eben auf 0,25% hochschnellen lässt. Mit dem Fazit: auch diese Rasse sollte unter Beobachtung gehören.

Nun möchte ich abschließend noch einen tieferen, vergleichenden Blick auf die absoluten Zahlen werfen.

Denn: wenn ich einfach einmal die Perspektive wechsle und mir anstelle von Quoten im prozentualen Nachkommabereich die Gesamtpopulation aller erfassten Hunde ansehe, erscheint die Kampfhunde“problematik“ auf einmal irgendwie gleich etwas weniger problematisch.

Wir haben im Jahr 2017…

… 848.501 statistisch erfasste Hunde, davon
  • 547.956 „große Hunde“ nach LHundG NRW (sogenannte 40/20-Hunde) – ca. 65%
  • 283.361 „kleine Hunde“ca. 33%
  • 9.873 „Hunde bestimmter Rassen – Kategorie 2“ – ca. 1,1%
  • 7.311 „gefährliche Hunde – Kategorie 1“ca. 0,9%

 

… 896 Beißvorfälle mit Verletzungen beim Menschen, verursacht durch:
  • 761 „große Hunde“ – 85%
  • 106 „kleine Hunde“ – 11,8%
  • 19 „Hunde bestimmter Rassen – Kategorie 2“ – 2,1%
  • 10 „gefährliche Hunde – Kategorie 1“ – 1,1%

Angesichts dieser Zahlen sollte das Augenmerk statt auf Rasselisten vielleicht doch eher auf Aufklärung in Bezug auf einen sachverständigen Umgang im Alltag mit (großen) Hunden gelegt werden.

Da kommen mir Stichworte in den Sinn wie Hundeführerschein, Erweiterung des bereits obligatorischen Sachkundenachweises für große Hunde, verpflichtendes Training für Ersthundebesitzer (wie es bis vor zwei Jahren in der Schweiz noch vorgeschrieben war) – und ganz weit vorne meiner Meinung nach auch: Aufklärung in Schulen und Kindergärten zu einem „gesunden“ Umgang mit Hunden (für Kinder und Eltern gleichermaßen!).

Wo es früher einfach klar war, dass Hunde beim Schlafen und Fressen nicht gestört werden dürfen und dass fremde Hunde sowieso tabu sind, werden heutzutage Grenzen schneller überschritten, als man manch fremde Person nebst Kleinkind vom (natürlich gut gemeinten…) „eiiii machen“ abhalten kann.
Blöd nur, wenn mein Hund dann ausgerechnet ein Exemplar aus der Gruppe „sonstige große Hunde ohne nähere Rassebezeichnung ist“, das schon mal blöde Erfahrungen mit Kindern gemacht hat…

Mein Fazit:

Keine Rasseliste der Welt kann eine sachkundige und verantwortungsvolle Haltung von Hunden, insbesondere von solchen mit entsprechenden genetischen Veranlagungen zur erhöhten Aggressivität, ersetzen!

Manche Vorurteile gegenüber „Kampfhunden“ sind dennoch nicht so leicht von der Hand zu weisen, da sie auf eine jahrhundertelange gesellschaftliche Prägung zurückzuführen sind und ganz sicher nicht von Ungefähr kommen – wie einige besonders dramatische Vorfälle in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt haben.

Und am Ende des Tages kann es uns auch nicht schaden, wenn wir uns einen gesunden Respekt gegenüber (fremden), großen Hunden bewahren – denn die nackten Zahlen zeigen, dass tatsächlich gerade mit denen nicht unbedingt immer zu spaßen ist. 

...weiterlesen zum Thema:

Literatur:
Hundepsychologie: Sozialverhalten und Wesen, Emotionen und Indivdiualität
Franckh Kosmos Verlag (2013) | ISBN: 978-3440137857

Ausdrucksverhalten beim Hund: Mimik und Körpersprache, Kommunikation und Verständigung
Franckh Kosmos Verlag (2008) | ISBN: 978-3440098639

Online:
Stellungnahme zur Rasseliste
http://www.sos-hamburgdog.de/Gut_2.htm

BR-alpha [Video]: Dorit Feddersen-Petersen zu Gast im alpha-Forum
https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/dorit-feddersen-petersen-104.html

Literatur:
Der Hund: Abstammung – Verhalten – Mensch und Hund
Wilhelm Goldmann Verlag (2010) | ISBN: 987-3442156276
Originalausgabe: 1988

Kapitel 9: Mensch und Hund – Die Motivation des Menschen

„Auf Anfrage legt das Innenministerium die aktuelle Beißstatistik von Hunden im Bundesland Hessen offen: Es zeigt sich erneut, dass eine Rassenliste nichts über die Gefährlichkeit eines Hundes aussagt.“

https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/biologie/aktuelle-beissstatistik-belegt-versagen-der-rassenliste-fuer-hunde-13372720

Petition, Stellungnahmen der u.g. Unterstützer und Links zum Weiterlesen und zum Download:

  • Dr. Dorit Feddersen-Petersen
  • Dr. Irene Sommerfeld-Stur
  • Günther Bloch
  • Prof. Dr. Udo Gansloßer
  • u.a.

https://abschaffung-der-rasselisten.jimdo.com/stellungnahmen/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.