Ernährung,  Konsum,  Minimalismus,  Ökologischer Pfotenabdruck

Wenn du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst – so gelingt dir der Start in ein nachhaltiges Hundeleben garantiert!

Dir liegt das Thema Nachhaltigkeit am Herzen, du hast bereits einige Punkte in deinem Leben umgestellt, doch bei deinem Hund kommst Du irgendwie nicht weiter?

Er frisst tagtäglich Fleisch, Du benutzt jede Menge Plastikbeutel, um seine Hinterlassenschaften einzupacken, und wenn Du mit dem Auto zum nächstgelegenen Naturschutzgebiet fährst, hast Du ein schlechtes Gewissen?

Nicht nur wir Menschen hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck auf der Erde, auch unsere Hunde verursachen mit ihrer bloßen Existenz einen ökologischen Pfotenabdruck.

Natürlich ist der weitaus geringer als unserer, doch auch er kann sich sehen lassen: einer neuseeländischen Veröffentlichung zufolge verursacht ein mittelgroßer Hund in etwa so viele Emissionen in seinem Leben wie ein SUV. Grund genug also, auch einmal den Lebensstil unseres Hundes auf den Prüfstand zu stellen. Wenn Du Dich jetzt fragst, wo Du denn da bloß anfangen sollst, dann können Dir vielleicht die folgenden Tipps eine gute Hilfestellung bieten.

Ich will mein Hundeleben nachhaltiger gestalten – aber wo fange ich bloß an?

Um einen nachhaltigen Lebensstil langfristig in den Alltag zu integrieren, braucht es vor allem eines: Spaß! 

Das bedeutet, dass Du auch in der Hundehaltung einen Bereich finden musst, in dem Dir die Umsetzung von Anfang an leicht fällt. Es bringt also z.B. nichts, auf Teufel komm raus Fleisch vom Speiseplan Deines Hundes streichen zu wollen, wenn dieser partout nicht gewillt ist, auch nur ein Fitzelchen Gemüse aufzunehmen. Auch der Verzicht auf Autofahrten für die Hunderunden kann, je nach Wohnort, zur Herausforderung werden.

Ein jeder muss also zunächst für sich selber herausfinden, an welchem Punkt er ansetzen kann. Nicht jeder Weg ist für jeden gangbar. Das ist aber auch nicht schlimm! Denn jede noch so kleine Veränderung, jeder noch so kleine Schritt, ist wichtig auf dem Weg in eine nachhaltigere Gesellschaft.

Wodurch wird der ökologische Pfotenabdruck beeinflusst?

Fütterung, Autofahrten, Konsum und Müll – dies sind die Haupt-Stellschrauben, an denen Du drehen kannst, wenn Du Dein Hundeleben nachhaltiger gestalten möchtest.
Im Rahmen verschiedener Studien wurde ermittelt, welchen ökologischen Einfluss die Haltung von Haustieren hat. 

An erster Stelle müssen wir beim Hund sicherlich die Fütterung von Fleisch nennen.
Viele Futtermittelhersteller rühmen sich heutzutage damit, dass ihre Produkte den höchstmöglichen Anteil an Fleisch enthalten – oftmals liegt dieser tatsächlich bei 70 oder gar 80%! Wer nach dem BARF- oder Prey-Modell füttert, kommt vermutlich auf ähnliche Werte, was den Anteil tierischer Produkte am Futter betrifft. Dass allerdings der hohe Konsum von Fleisch, insbesondere Rindfleisch, als Klimakiller Nummer eins gilt, dürfte inzwischen wohl hinlänglich bekannt sein. Immense Flächen, vor allem in Südamerika, wurden bereits zwecks Anbau von Tierfutter vom Regenwald befreit – die Erde wurde somit eines Teils ihrer grünen Lunge beraubt, und die Abholzung geht immer noch weiter. Auch die eigentliche Mast der sogenannten „Nutztiere“ verschlingt Unmengen an Ressourcen; außerdem haben die von den Tieren ausgestoßenen Gase (Methan) ebenfalls Auswirkungen auf das Klima.

Auch Autofahrten, die mit dem Hund im Alltag unternommen werden, gehen zu Lasten der Umwelt.
Ist es nicht irgendwie paradox, dass wir uns selbst und den Hund in ein Auto stecken, kilometerweit fahren und dabei fossile Brennstoffe verbrauchen und Abgase in die Umwelt blasen, nur um anschließend in einem idyllischen Wald spazieren zu gehen und dabei unsere geplagten Lungen mit frischem Sauerstoff zu füllen?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der allgemeine Konsum und die dabei entstehende Menge an Müll.
Die vielen Waren, die im einschlägigen Fachhandel angeboten werden, sind oftmals verlockend und äußerst günstig. Oft handelt es sich hierbei allerdings um Billigprodukte aus Fernost, bei denen – neben der Klimabilanz des langen Transportweges – die Liste der (giftigen) Inhaltsstoffe nicht bekannt ist. Sie sind bunt, nett anzusehen, und verheißen einen kurzen Spaß.
Kurz, weil es sich dabei in der Regel nicht um qualitativ hochwertige Gegenstände handelt, sondern eher um solche, die nach einer zeitweisen Beanspruchung durch den Hund schnell in der Mülltonne landen. Dort treffen sie dann wieder auf ihre Verpackung, in der sie den langen Weg von Asien nach Deutschland verbracht haben.

Wie oft haben wir doch schon Dinge gekauft, die wir eigentlich gar nicht brauchten?
Auch unsere Hunde brauchen nicht die fünfte Leine und das zehnte Halsband – mit einer Garnitur plus Wechselgarderobe lässt sich meist sehr gut auskommen. Wenn die Qualität stimmt, dann halten diese auch ein Hundeleben lang!

Und zu guter Letzt dürfen wir auch nicht die tagtäglichen Hinterlassenschaften unserer Hunde vergessen, die wir Menschen gerne in kleine Plastiksäckchen einpacken.
Das Thema Hundekotbeutel ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt solche aus ganz normalen Plastik, dann wiederum welche aus recyceltem Plastik, dazu gesellen sich andere aus Bioplastik (welches meist als kompostierbar gehandelt wird) sowie auch solche aus Papier oder Pappkarton. Ganz egal, welche Verpackung wir für die Ausscheidungen unserer Hunde wählen – am Ende des Tages landen sie doch alle im Müll und müssen auf die eine oder andere und Weise verwertet werden. Dass hierbei selbstverständlich auch Verschmutzungen und Gase entstehen, liegt auf der Hand.

An den hündischen Ausscheidungen an sich werden wir nichts ändern können, und auch nicht an der Tatsache, dass Hundehaufen in der besiedelten Landschaft unbedingt zu entfernen sind – wohl aber an der Art und Weise, wie wir diese entsorgen. Mit Kot befüllte Plastiktüten gehören definitiv nicht in die freie Natur! Auch nicht jene, die sich als kompostierbar bezeichnen – diese Kompostierbarkeit bezieht sich in der Regel nur auf die Kompostierung unter speziellen Bedingungen in entsprechenden industriellen Anlagen. Wer genug Platz in einer abgelegenen Ecke in seinem eigenen Garten hat, der kann natürlich trotzdem auch dort einmal versuchen, diese zu kompostieren. Ansonsten müssen alle gefüllten Kackbeutel jedoch in den Restmüll geworfen werden.

Bioplastik besteht meist aus Maisstärke, für deren Herstellung ein hoher Ressourcenaufwand nötig ist – ganz so ökologisch sind diese Beutel also auch nicht unbedingt immer. Werden jedoch ausschließlich Abfallprodukte für die Herstellung verwendet, kannst Du sie mit gutem Gewissen einsetzen. Tüten aus recyceltem Kunststoff bestehen zwar trotzdem noch aus Plastik, haben aber immerhin den Vorteil, dass sie sich bereits in ihrem zweiten Lebenszyklus befinden und somit in Sachen Ressourcenverschwendung einen Pluspunkt besitzen. Tüten, die billig in Fernost produziert werden – egal ob Bioplastik, Recyclingkunststoff oder neuer Kunststoff – solltest Du dagegen aufgrund der langen Lieferwege grundsätzlich vermeiden.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der kann neuerdings auch zu Kot“beuteln“ (eigentlich sind es eher kleine Kartons) aus Recycling-Pappe zurück greifen – die sind garantiert zu 100% biologisch abbaubar.
Ausführliche Recherchen, Tests und eine Checkliste zum Thema Kotbeutel findest du hier und hier.

Mögliche Veränderungen im Detail

Füttere nachhaltig! 

Blicken wir also noch einmal zurück auf die Fütterung. Eine nachhaltige Optimierung der Fütterung kann aus verschiedenen Maßnahmen bestehen:

  •  Reduktion der gefütterten Fleischmenge allgemein
  •  Einführung eines Veggie-Tages
  •  Fütterung alternativer Proteinquellen
  •  Fütterung mit Lebensmittelresten

Die Fleisch-Klima-Problematik hatte ich oben ja bereits kurz angesprochen.
Auch, wenn es immer und immer wieder heißt, dass das Fleisch, welches im Hundefutter landet, ja ausschließlich aus Resten bestünde, die für die menschliche Ernährung nicht mehr taugen – mit völliger Sicherheit sagen, ob das wirklich so ist, können wir meistens nicht. Dazu kommt ja auch, dass wir Menschen heute nur noch die besten Stücke vom Fleisch verzehren wollen, nicht mehr das ganze Tier – so wie es unsere Großeltern und Urgroßeltern noch getan haben.
Fleisch als Massenware ist definitiv problematisch! Sowohl in ethischer als auch in ökologischer Hinsicht.

Wenn Fleisch gefüttert wird, so kann die Herkunft einen beträchtlichen Unterschied machen. Die Ökobilanz eines argentinischen Rindfleisches – wie es vermutlich in absehbarer Zeit dank entsprechender Handelsabkommen immer häufiger bei uns landen wird – unterscheidet sich z.B. stark von der Bilanz eines in der Region gehaltenen Bio– oder Weiderindes. Wer die Möglichkeit hat, an frisches Biofleisch (bzw. Innereien, Knochen und Fleischabschnitte) aus der Region zu kommen, der kann sich glücklich schätzen.

Kein Hund – und natürlich auch kein Mensch – braucht jedoch die oben genannten 70 bis 80% Fleisch im Napf. Ein Anteil an tierischen Produkten in Höhe von 40 bis 50% reicht für einen normalen, gesunden Hund in der Regel völlig aus. Denn: Lebewesen benötigen keine Lebensmittel, sondern Nährstoffe. Gerne vergessen wird ja z.B., dass auch pflanzliche Futterbestandteile wie etwa Getreide, Hülsenfrüchte (ja, dazu zählt auch das im Futter oft verpönte Soja) und auch Obst und Gemüse Proteine enthalten. Proteine dienen normalerweise nicht zur primären Energieversorgung des Tieres, sie liefern vor allem die essentiellen Bausteine für den Organismus in Form von Aminosäuren. Die Energie für Körperwärme, Muskelbewegung etc. kann der Hund dagegen viel besser aus Fetten oder Kohlenhydraten ziehen. Erst wenn diese fehlen, wird mithilfe komplexer Stoffwechselprozesse auch aus Proteinen Energie gewonnen.

Ein Zuviel an Proteinen kann sogar auch negative Folgen haben, wie beispielsweise Nierenschäden. Fütterungskonzepte, die einen hohen Fleischanteil beinhalten, raten daher oftmals zum Einlegen von Fastentagen oder zumindest fleischfreien Tagen, um den Organismus die Möglichkeit zu geben, sich von der Proteinlast zu erholen. 

Wie so oft gibt es aber auch hier nicht nur schwarz und weiß: zwischen „Prey“ und „vegan“ gibt es noch jede Menge Abstufungen. 

Natürlich gibt es auch Hunde, die ein fleischfreies Futter womöglich vehement verweigern. Bei denen ist es natürlich nicht sinnvoll, zu einer fleischfreien Ernährung zu drängen. Aber vielleicht lässt sich auch bei diesen Tieren ein Teil des Fleisches durch alternative Produkte wie beispielsweise Eier oder Milchprodukte ersetzen, welche in ihrer Klimabilanz wesentlich besser dastehen als Fleisch.

Rohes Fleisch...
...Insektenprotein...
...oder fleischfrei?

Auch Futter mit Insektenprotein ist inzwischen eine anerkannte Alternative zur Fleischfütterung. Immer mehr Hersteller drängen auf den Markt, deren Produkte – sei es Trocken- oder Nassfutter – auf Insekten basieren. Diese eignen sich zudem auch besonders gut für Allergikerhunde und für Ausschlussdiäten – bei denen bislang gerne auf exotische Fleischsorten wie beispielsweise Känguru oder Strauß ausgewichen wird, deren Klimabilanz aufgrund der weiten Transportwege auch nicht die beste ist.

Veganes Futter, wie es heutzutage von verschiedenen Herstellern bereits als Alleinfutter auf dem Markt ist, kann für Allergiker ebenfalls eine gute Lösung darstellen. Doch auch gesunde, nicht allergische Hunde profitieren von diesem. Man muss es ja gar nicht durchgängig füttern, sondern kann – wie bereits oben beschrieben – einfach einmal mit einem Veggie-Tag pro Woche anfangen. Wenn man das dadurch eingesparte Fleisch grob auf alle in Deutschland gemeldeten Hunde hochrechnet (dies sind aktuellen Statistiken zufolge rund 10 Millionen), dann ergibt das im Jahr eine Summe etwa einer Viertelmillion Tonnen Fleisch, die nicht an Hunde verfüttert werden müssen. 

ABAM – Hundefütterung gegen die Lebensmittelverschwendung

Mehr und mehr setzt sich auch das sogenannte „ABAM“-Prinzip durch („Abstauber bekommen alles mögliche“): bei diesem geht es darum, den Hund nicht nur mit Fertigfutter oder selbst zusammengestellten Rationen zu füttern, sondern ihm auch alles anzubieten, was der menschliche Esstisch so hergibt. Das hat den Vorteil, dass Lebensmittelreste, die der Mensch normalerweise in den Müll werfen würde, noch eine sinnvolle Verwendung finden. 

  • Angebrochener Joghurt, den ich nicht mehr essen möchte? 
  • Rest vom gestrigen Mittagessen, auf das ich keine Lust mehr habe? 
  • Ein knorpeliges Stück vom Fleisch, das ich nicht essen mag? 
  • Zu viele Nudeln gekocht? 

Die Möglichkeiten sind unendlich…  alle diese Dinge können eine wunderbare Bereicherung für die Hundeernährung darstellen. Natürlich gilt es darauf zu achten, welche Lebensmittel für Hunde verträglich sind und welche nicht – wenn man sich aber ein bisschen mit der Materie beschäftigt, dann hat man den Dreh schnell raus. Anregungen und Tipps zur nachhaltigen, fleischreduzierten Ernährung und zu Restefütterung findest du auch im Blog „clean feeding“ von Anke Jobi. Sie hat auch ein Buch zu dem Thema geschrieben, in welchem du neben den Grundlagen zur „cleanen“ Fütterung Beispiel-Rezepte und wertvolle Tipps zur richtigen Futterzusammenstellung findest.

Reduziere Deine Autofahrten! 

Je nachdem, wo Du wohnst, ist die Umgebung für Gassirunden womöglich nicht allzu ansprechend. Dies hat zur Folge, dass wir gerne – insbesondere am Wochenende – unsere Hunde ins Auto packen und in ein nahegelegenes Naturschutzgebiet oder einen Wald fahren, um dort ein bisschen Natur zu schnuppern. Doch auch diese Fahrten gehen logischerweise zu Lasten des Klimas. 

Womöglich wirst Du aber nicht komplett auf diesen Luxus verzichten wollen – jedoch kann es eine sinnvolle Maßnahme sein, einen Teil dieser Fahrten durch Fahrradfahrten zu ersetzen. Auch wenn dein Hund nicht mehr so fit ist, dass er am Rad mitlaufen kann, kannst du ihn trotzdem mit Hilfe eines Hundeanhängers oder eines Lastenrades zu einem Spaziergeh-Ort transportieren. Gerade bei Strecken bis 5 km erweist sich das Fahrrad oftmals auch als schneller als das Auto. Sofern in Deinem Ort eine entsprechende Anbindung vorhanden sind, kannst Du natürlich auch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Diese haben nach dem Fahrrad, welches als klimaneutral gilt, die niedrigste Ökobilanz.

Überdenke Dein Konsumverhalten!

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie vor einigen Jahren die ersten kleinen Hundeboutiquen aufkamen. Dort gab es auf einmal individuell gefertigtes Hundezubehör von kleinen Labels – Dinge, die im normalen Zoofachhandel nicht unbedingt zu bekommen waren. Wie toll war es doch, hier zu shoppen bzw. wie verlockend war zumindest die Versuchung, das zu tun. Es heißt, das Angebot bestimmt die Nachfrage – und das stimmt. Je präsenter die glitzernde Welt des bunten Hundezubehörs vor unserem Auge ist (sei es in besagten Shops oder auch im Internet) umso größer ist auch unser Verlangen, diese Dinge zu kaufen. Doch dabei vergessen wir das Wichtigste: Hunde sind Meister des Minimalismus! 

Sie kommen auf die Welt mit nichts als ihrem Pelz am Leib; sie brauchen nicht viel mehr als ein wenig Futter, Wasser, Sozialkontakte und Sicherheit. Beobachtet man Straßenhunde oder auch wild lebende Wölfe, dann sieht man, was sie sich zum Zeitvertreib als „Spielzeug“ suchen: oft spielen sie mit dem von Menschen hinterlassenen Müll oder mit Resten von ihrem Essen (z.B. ein Stück Fell oder ein abgenagter Knochen). 

Auch bei meinen eigenen Hunden konnte ich schon beobachten, dass sie den Spaß ihres Lebens mit einem vom Baum herabgefallenen Blatt oder mit einem Stück Eis aus dem Gartenteich hatten! 

Doch wir Menschen streben nach „immer höher“ und „immer mehr“, wir glauben unseren Hunden etwas Gutes zu tun, wenn wir ihnen billige Quietsche-Spielzeuge mitbringen – doch eigentlich benötigen sie diese gar nicht. 

Vielleicht kannst Du das nächste Mal, wenn Du wieder im Laden vorm Spielzeugregal stehst, kurz innehalten und für einen Moment überdenken, ob Dein Hund diese Sache(n) wirklich braucht. Womöglich hast Du zu Hause ja noch ein paar alte Socken, die Du zu einem Schleuderball umfunktionieren kannst oder eine alte Jeans, die ein wunderbares Zerrspielzeug abgeben würde? Eine win-win-Situation: das kostet nichts, der Aufwand ist minimal und Dein Hund wird garantiert mindestens genauso viel Spaß haben wie mit einem giftigen Gummiteil, das um die halbe Weltkugel gereist ist. 

Zero Waste Hundehaltung – geht das überhaupt?

Einen Hund in unserer modernen Gesellschaft „zero waste“ zu halten, erachte ich für extrem schwer bis unmöglich.
Angefangen von Kackbeuteln über Futterverpackungen bis hin zu ausgedientem Zubehör: es fällt im Hundeleben doch so einiges an Müll an. Trotzdem kannst Du aber natürlich versuchen, das Müllaufkommen so klein wie möglich zu halten: 

  • möglichst biologisch abbaubare Kottüten (oder -boxen) verwenden
  • Futter in Papiersäcken kaufen oder selbst zubereiten
  • wenn Futter im Plastiksack gekauft werden muss, achte auf möglichst große Gebinde
  • Verpackungsmüll ins Recycling geben (das gilt vor allem für die Weißblechdosen von Nassfutter)
  • Kauartikel unverpackt kaufen (gibt es in den meisten Fachmärkten zum Selbstabfüllen oder als „Quengelware“ an der Kasse)
  • Hundekekse selber backen
  • Bei Online-Shops bestellen, die plastikfrei versenden

Wie oben bereits erwähnt, kann der Hund durch Restefütterung auch seinen eigenen wertvollen Beitrag zur Müllvermeidung leisten.
Denn wir dürfen nicht vergessen, dass die Spezies „canis lupus familiaris“ nur deswegen über Jahrtausende hinweg an der Seite des Menschen überleben konnte, weil sie sich in der ökologischen Nische des Restevertilgers häuslich eingerichtet hat.
Und diese Nische dürfen wir dem Haushund auch heute gerne noch zugestehen – selbst, wenn die Futterindustrie uns seit Jahrzehnten glauben machen will, dass einzig eine industriell zusammengestellte Nahrung die richtige für die Vierbeiner sein könne.

Worauf wartest Du noch? Starte durch!

Wie Du also siehst, gibt es sehr viele Punkte, von denen aus Du in ein nachhaltiges Hundeleben starten kannst. 

Vielleicht hattest Du beim Lesen ja bereits den einen oder anderen „Aha-Moment“ und weißt jetzt, wo Du ansetzen kannst.

Wichtig ist eben nur, dass Du Dich für den Start auf eine einzige Sache konzentrierst, die Du schnell und ohne großen Aufwand umsetzen kannst – diese Sache sollte weder für Dich noch für Deinen Hund einen großen Nachteil haben und auch keine allzu große Einschränkung bedeuten. Wenn das gut klappt, kannst Du den nächsten Schritt gehen. Und danach den nächsten… und so weiter. 

Starte am besten DIREKT JETZT!

 

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ von The bird’s new nest.

Eine Liste mit allen Beiträgen zu dieser Blogparade – und somit jede Menge Input für Deinen Start in ein nachhaltig(er)es Leben aus allen Lebensbereichen – findest Du hier >>

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