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Nachhaltig durch den Fellwechsel mit Bürsten aus Bambus

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BambusZAHNbürsten kennt mittlerweile ja beinahe jeder – wie aber sieht es aus mit BambusHUNDEbürsten?
Wir haben zum Beginn der Fellwechselsaison die Bürsten von BambooGroom getestet.

 

Wie vermutlich bei den meisten Hundehalter*innen besteht unser bisheriges Fellpflegezubehör beinahe ausnahmslos aus Kunststoffprodukten.
Über die Jahre mit drei Hunden unterschiedlichster Fellstruktur haben sich da einige Dinge für sämtliche Fellbedürfnisse angesammelt, z.B. Draht-Zupfbürste, Unterwolle-Kamm, Unterwolle-Striegel, Gummistriegel, Trimm-Messer…
Jetzt umfasst unser Sortiment auch noch zwei weitere Werkzeuge von BambooGroom, die – wie der Name schon sagt – aus dem nachwachsenden Rohstoff Bambus bestehen und nicht nur gut für die Umwelt sind, sondern auch noch hochwertig und zweckdienlich verarbeitet. 

BambooGroom ist eine auf dem deutschen Markt noch recht neue amerikanische Marke, die sich auf Bürsten aus Bambus spezialisiert hat.

Die Produkte kommen bis auf einen evtl. zur Befestigung notwendigen Kabelbinder plastikfrei nur auf einem Pappschild daher und bestehen natürlich zum größten Teil aus Bambus – in Kombination mit Gummi, natürlichen Borsten und Metall. Die hochwertige Verarbeitung (z.B. Befestigung der Gummischlaufe am Striegel mit Metallnieten) verspricht auf den ersten Blick Robustheit und Langlebigkeit.

Da die spanischen Zwillinge aller genetischen Gemeinsamkeit zum Trotz vom Fell her recht unterschiedlich beschaffen sind, konnten wir auch zwei völlig unterschiedliche Produkte testen: einen Striegel mit Gumminoppen und einen Kamm mit rotierenden Metallzinken.
 
Um es einmal kurz vorweg zu nehmen: Fellpflege beim Hund – bzw. „Grooming“, wie man es ja heutzutage so schön nennt -, gehörte noch nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Zwar konnte ich als Kind stundenlang Mähne und Schweif meiner Spielzeug-Ponys kämmen, heutzutage bringe ich das notwendige Übel bei meinen Hunden allerdings doch lieber so schnell wie möglich über die Bühne.
Aber so sehr ich mich auch dagegen wehre, das Bürsten der Hunde ist halt nun einmal genauso wichtig wie mein eigener regelmäßiger Friseurbesuch, so dass wir die Zähne zusammenbeißen und das Beste daraus machen.
 
Und ohne Witz: seit ich die Bürsten aus Bambus verwende, macht das Ganze auf einmal auch wieder ein bisschen Spaß. Vielleicht liegt es an der Haptik des natürlichen Materials, das sich warm und weich anfühlt und gut in der Hand liegt, vielleicht bringt der lebendige Rohstoff aber auch einfach eine andere Energie mit als das „tote“ Plastik.

Ein kleiner Exkurs zum nachwachsenden Rohstoff Bambus

  • Bambus wächst sehr schnell, kann dadurch innerhalb kurzer Zeit viel CO2 speichern und häufig beerntet werden.
  • Obwohl Bambus botanisch betrachtet zu den Gräsern gehört, hat es ähnliche Verarbeitungseigenschaften wie Holz – es ist hart und belastbar, aber gleichzeitig auch flexibel.
  • Als weltweit größter Bambusproduzent gilt China; der Anbau und die Verarbeitung von Bambus haben dort eine lange kulturelle Tradition. Der Bambusanbau erfolgt überwiegend in kleinbäuerlichen Betrieben und kann damit als – für chinesische Standards – weitestgehend umwelt- und sozialverträglich eingestuft werden.
  • Wenn auf Bambus-Produkten „made in China“ steht (so z.B. auch auf den Bürsten von BambooGroom), muss das also nicht zwangsläufig einen Nachteil bedeuten. Das Material müsste sowieso nach Europa transportiert werden (Stichwort Ökobilanz), allerdings ist es natürlich effizienter, nicht die unverarbeiteten, hohlen und somit raumgreifenderen Bambusrohre zu verschiffen, sondern direkt die daraus gefertigten Produkte.
    Wie die Produktionsbedingungen dieser aussehen, lässt sich aus der Ferne leider nur schwer beurteilen, hier müsste für jedes Produkt der Einzelfall betrachtet werden. 

Fina: kurzhaarig und pflegeleicht

Fina mit ihrem kurzen, glatten Fell und der minimal vorhandenen Unterwolle macht es mir in Sachen Fellpflege zum Glück sehr leicht, was aber auch so ziemlich der einzige Bereich ihres Lebens ist, der sich als unkompliziert beschreiben lässt. Ihrer Meinung nach kann man seine Lebenszeit nämlich mit durchaus sinnvolleren Dingen als mit Grooming verbringen, zum Beispiel mit der Jagd nach Ratten. In der Zeit des Fellwechsels muss sie aber trotzdem ab und zu auf meinen Beinen Platz nehmen und ihr Schicksal über sich ergehen lassen. Praktischerweise bringt sie wenig Körperoberfläche mit, so dass wir beide schon nach wenigen Minuten wieder wichtigeren Beschäftigungen nachgehen können.
 
Zu Beginn des Fellwechsels bürste ich bei ihr einmal kurz die „Unterwolle“ aus, die diesen Namen eigentlich kaum verdient. Danach reicht es aus, wenn ich ab und zu mit einem Gummistriegel die losen Deckhaare heraushole. Der Striegel von BambooGroom eignet sich dafür hervorragend; die Noppen sind vergleichsweise lang und laufen spitz zu, so dass sie sich entsprechend tief selbst ins kurze Fell graben, zusätzlich dazu liegt er dank der elastischen Gummischlaufe bequem und sicher in der Hand. 

Paco: zotteliges Trimmfell trifft Berührungsangst

Bei Paco gestaltet sich die haarige Angelegenheit leider etwas komplizierter… An manchen Körperstellen lässt sich der Herr gar nicht gerne berühren (eine Schmerzproblematik, die wir bislang nicht genau abklären konnten, die aber vermutlich von der Hüfte kommt), doch ausgerechnet er hat vom Schicksal ein zotteliges Trimmfell mit auf den Weg gegeben bekommen. Was bedeutet: zweimal im Jahr müssen die alten Borsten raus. Weil das grundsätzlich ziept und auch jedes Mal eine Ewigkeit dauert (wir reden hier von mehreren Tagen…), findet er das ziemlich doof, was wiederum ich ziemlich doof finde und daher gerne so lange wie möglich vor mir herschiebe.
Und genau an dieser Stelle kommt der Kamm mit den rotieren Zinken zum Einsatz! „Rotierend“ heißt, dass sie lose in ihrem Bett befestigt sind und sich dadurch auf Berührung um ihre eigene Achse drehen – mit dem Ergebnis, dass damit auch verzotteltes Fell seidig glatt gekämmt werden kann, ohne dass es ziept.
 
Da ich Pacos Aversion gegenüber Bürsten ja inzwischen zur Genüge kenne, habe ich ihm den neuen Kamm erst einmal vorsichtig und schrittweise vorgestellt. Und als es dann soweit war, dass ich damit zum ersten Mal durch das Fell gehen konnte, geschah etwas bislang absolut Unvorstellbares: der Zottelbär warf sich auf den Boden, präsentierte mir seine Unterseite und schloss selig die Augen.
Statt wie bisher zu flüchten, genießt er es regelrecht, wenn ich die zur Verfilzung neigenden Stellen mit dem Kamm bearbeite. Was vorher struppig aussah, weht danach wie ein seidiges glänzendes Fähnchen im Wind… vom Zottelbär zum schillernden Prinzen, sozusagen. Der Effekt hält zwar meist nur für ein paar Stunden oder für einen Tag an, aber immerhin.
Um das leidige Trimmen werden wir zwar trotzdem auch in diesem Frühjahr wieder nicht umhin kommen, aber für die tägliche Fellpflege zwischendurch haben wir nun endlich eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden.
Ein Trimm-Messer gibt es von BambooGroom bislang leider noch nicht, ansonsten ist die Produktpalette aber sehr umfangreich – da ist für jede Art von Fell etwas dabei.

Hier geht’s zum Shop von BambooGroom >>

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