Konsum-Fasten

Drei Wochen lang lag unser Hauptaugenmerk im Hinblick aufs Hunde-Fasten bei der Ernährung, ihren ökologischen Folgen und allem, was darum herum anfällt. Denn, wenn wir einmal ehrlich sind: der Großteil des Mülls, den unsere Hunde produzieren, wird durch die Verpackung von Futter verursacht.

In dieser vierten Woche widmen wir uns nun einer weiteren, inzwischen relativ gängigen Art des Fastens – die sich auch wunderbar auf den Hund übertragen lässt:

Unser Motto für Woche #4 heißt: KONSUM-FASTEN!

Die Aufgabe:

Kaufe in dieser Woche keine neuen „Dinge“ für Deinen Hund!

Und wenn du etwas doch unbedingt kaufen möchtest: überlege dir zuerst, ob dein Hund es wirklich braucht. Oder willst Du „es“ vielleicht einfach bloß für DICH?
Oder vielleicht kannst Du diese Sache ja auch mit wenig Aufwand selbst herstellen?

Konsum-Fasten kann sich einerseits natürlich auf den wortwörtlichen Konsum im Sinne von „Verbrauch“ beziehen; andererseits aber auch auf den Konsum von immateriellen Dingen wie: Internet, Handynutzung, TV usw.

Wir fragen uns also in dieser Woche:
Wie viele „Dinge“ (materieller Art) und vor allem welche benötigt mein Hund wirklich?
Ex-Rumänin neu in Köln - und direkt mit unnützem "Kram" überhäuft...

Als ich vor vielen Jahren im Zoogeschäft meine Erstausstattung für Aida kaufte, stellte ich all die Dinge zusammen, von denen ich meinte, sie würde diese „brauchen“.

Darunter waren – selbstverständlich – auch verschiedene Spielzeuge, denn ich war davon überzeugt, ein Hund bräuchte so etwas.

Bei Otto-Normal-Waldi ist das wahrscheinlich auch so – doch wie hätte ich denn auch ahnen können, dass dieser Hund, den ich ja gerade erst seit einer Woche kannte, sich im Leben niemals für so etwas interessieren würde?

Bei unfassbar vielen Dingen wird uns suggeriert, dass wir sie bräuchten – bzw. in diesem Fall unser Hund:
  • Dieses schöne Halsband in modischen Farben.
  • Die passende Leine gleich noch dazu.
  • Der Stil ist gerade total angesagt, alle haben so etwas – das brauchen wir auch.
  • Oh, ein neues Produkt – den Zweck verstehe ich noch nicht ganz, scheint aber praktisch zu sein: das probiere ich doch mal aus.
  • Ui, Leckerchen. Eine neue Sorte, die wir noch nicht hatten. Ausprobieren!
  • Ein Nahrungsergänzungsmittel, das mit Sicherheit alle Beschwerden meines Hundes lindern wird.
  • Ein Kauartikel…
  • Ein Spielzeug…
  • Noch ein Pulli / ein Mantel / eine Decke / ein Hundekissen… und so weiter.

Ja, ich gebe zu: nach der Grundausstattung kamen auf Aidas Liste noch so einige weitere Dinge dazu, die überflüssig waren:

  • Das Mäppchen (als Futterbeutel), das zu apportieren sie niemals lernen wollte.
  • Der Futterball, aus dem Leckerchen purzeln sollten.
  • Weitere Spielzeuge – ich gab die Hoffnung einfach nicht auf.
  • Die Schleppleine, in der sie sich grundsätzlich immer nur verhedderte (und die erst nach Jahren zum Einsatz kam, als wir begannen, mit dem Camper in den Urlaub zu fahren: zum Anleinen auf dem Campingplatz).
  • Verschiedene Geschirre, die irgendwie nie richtig saßen und deswegen nur selten getragen wurden.

Ich könnte ewig so weiter machen!
Doch ich breche hier erst einmal ab – worauf ich in etwa hinaus will, sollte nun klar sein, denke ich.

Fragen wir uns in dieser Woche doch einfach einmal: Welche „Dinge“ sind für meinen Hund und aus dessen Sicht wirklich sinnvoll?

Sei doch einfach mal kritisch Dir selbst gegenüber und hinterfrage Deine Konsumgewohnheiten!

Es kann den Geldbeutel – und auch Nerven – schonen, jede Kaufentscheidung im Vorfeld wirklich erst einmal gründlich zu überdenken.

Das Stichwort lautet: Minimalismus!

„Müssen es wirklich zehn verschiedene Leinen und zwanzig Halsbänder sein, oder reichen vielleicht auch jeweils zwei bis drei?“

„Muss ich schon wieder ein neues Spielzeug kaufen, das in ein paar Wochen sowieso zur einen Hälfte geschreddert und zur anderen Hälfte einmal durch den Hund gewandert sein wird?“

„Brauche ich unbedingt einen Plastikabroller für meine Kottüten, oder kann ich die vielleicht ohne diesen viel einfacher in der Jackentasche transportieren?“

„Wenn ich darüber nachdenke, einen Mantel oder Pulli zu kaufen: ist das nur aus „modischen“ Gründen oder friert mein Hund wirklich, gibt es vielleicht gesundheitliche Gründe, aus denen er z.B. nicht nass werden sollte oder ähnliches?“

Wenn du magst, dann teile doch mit uns, welches der sinnloseste Gegenstand war, den du jemals für deinen Hund gekauft hast – oder auch, welches Ding du vielleicht nicht gekauft hast, eben weil es gerade so unnütz gewesen wäre.

Entweder hier im Kommentar, oder auf Facebook/Instagram: #konsumfasten.
Benutze außerdem gerne die Hashtags #hundsinn und #hundefasten oder markiere uns in Deinen Beiträgen, damit wir Dich finden können.

WOCHE #4 - HUNDE & MINIMALISMUS

01. April 2019

Hunde sind die geborenen Minimalisten!
Sie leben uns vor, wovon wir nicht einmal zu träumen wagen.
Hören wir ihnen doch einfach mal zu…

Alles, was sie zum Schutz gegen Wind und Wetter benötigen, tragen sie von Geburt an am Leib (von der einen oder anderen speziellen Rasse vielleicht einmal abgesehen).
Zum Leben benötigen Sie nicht viel mehr als Luft, Licht, Wasser und ein paar Reste vom Essen der Menschen…

03. April 2019

Upcycling-Hundespielezeug in 10 Minuten selber machen
Dein Hund liebt das Apportieren oder steht total auf Zerrspiele?
Und Du hast vielleicht schon seit Ewigkeiten eine alte, kaputte Jeans in der Schublade, die Dir eh nie wieder passen wird?

Perfekt: dann wird es Zeit, die Jeans in ein Hundespielzeug zu verwandeln!
Du brauchst nicht mehr als die besagte alte Jeans, eine Schere und halbwegs geschickte Finger

FASTEN-THEMA VERPASST?

Hier findest Du noch mal alle (bisherigen) Themen unserer Hundefasten-Challenge auf einen Blick:

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