Fastfood-Fasten

Es ist so weit: heute startet unsere Fastenchallenge – pünktlich zum „Tag der gesunden Ernährung“.

Daher ist es naheliegend, dass wir uns in der ersten Woche mit dem klassischen Sinn des Fastens, also mit dem (Nicht-)Essen beschäftigen.

Unser Motto für Woche #1 heißt: FASTFOOD-FASTEN!

Die Aufgabe:

Verzichte in dieser Woche mindestens einen Tag lang auf industriell verarbeitetes Hundefutter.

 

Alle BARFer, Prey’er und konsequenten Selbstkocher haben bei dieser ersten Challenge also vermutlich ein eher leichtes Spiel… jedoch: wie sieht es bei Euch z.B. mit Leckerchen aus? Selbstgedörrt – oder doch die „Barf-Leckerli“ aus dem Tütchen?

Für alle anderen, die (wie ich z.B.) aus nachvollziehbaren Gründen – Zeitdruck im Alltag, mäkeliger Hund, Fütterung auf Reisen usw. – gerne mal auf Trockenfutter oder Dose zurückgreifen: es geht nur um einen einzigen Tag – der wird Euch (und Eurem Hund) nicht weh tun, versprochen!

Teile Deine Erfahrungen, Ergebnisse und Erlebnisse mit uns – entweder hier im Kommentar, oder auf Facebook/Instagram: #fastfoodfasten.
Benutze außerdem gerne die Hashtags #hundsinn und #hundefasten oder markiere uns in Deinen Beiträgen, damit wir Dich finden können.

Hier ein paar Beispielfragen zur Auseinandersetzung mit dem Thema:
  • Was sagt Dein Hund zu dem veränderten Speiseplan?
  • Wie leicht oder schwer ist es Dir gefallen, die Mahlzeit zusammen zu stellen?
  • Was liegt für Dich näher an der Natur des Hundes: das Fertigfutter oder das selbst zubereitete?
  • Was macht den Verzicht auf Fast-Futter nachhaltig?
  • Hast Du vielleicht für Dich selbst eine Erfahrung oder Erkenntnis mitnehmen können?
  • Hat sich der Verzicht auf Industriefutter eventuell auch auf Dein Müllaufkommen ausgewirkt?

Der Hintergrund

Als ich damals mit der Hundehaltung begann, war mir überhaupt nicht bewusst, wie stark das Thema „Ernährung“ die Gemüter erhitzt und dass Fütterung zur Religion erhoben werden kann. Ich ging da ganz unbedarft dran, mit dem tief verankerten Glaubenssatz „mehr als ein gutes Trockenfutter braucht es nicht“. Ich wusste zwar damals schon, dass es auch so etwas wie BARF gibt, aber wozu um alles in der Welt sollte ich mich bitte damit auseinandersetzen?

Allerdings kann ich mich auch heute noch gut an die Überforderung erinnern, die mich bei meinem ersten Hunde-Einkauf angesichts der vielen nichtssagenden, bunten Futtersäcke ereilte…

Nun gut, ich musste jedoch bald feststellen, dass ich bei einem ehemaligen rumänischen Straßenköter mit popeligem, langweiligem Trockenfutter nicht viel ausrichten konnte. Schnell merkte ich, dass ich zumindest eine Mahlzeit des Tages auf Nassfutter umstellen musste, damit das Tierchen überhaupt etwas aß; ich ließ mich in einem Zoofachhandel „beraten“ – man sagte mir, ein hoher Fleischanteil sei wichtig. Mehr nicht. So funktionierte das auch tatsächlich ziemlich lange ganz gut: Trockenfutter und Dose mit Hundeflocken – Punkt, aus, Ende der Durchsage.

Irgendwann begann ich dann, statt Hundeflocken stinknormale Haferflocken zu nehmen (was sollte jetzt an Hundeflocken unbedingt so viel besser sein, fragte ich mich?), hin und wieder gab es geriebene Karotten dazu.

Wirklich überglücklich mit ihrem Essen war Madame allerdings nur dann, wenn es Magen-Darm-bedingt selbstgekochte Schonkost – Hühnchen mit Kartoffeln – gab.

Von den Glaubenskriegen, die heute in punkto Hundeernährung ausgefochten werden, ahnte ich damals noch nichts.

Ich selbst konnte mich bislang noch zu keiner Ernährungs-Religion so wirklich bekennen und füttere derzeit ziemlich querbeet:
Trockenfutter unter der Woche aus Zeitgründen, Selbstgekochtes (meist vegetarisch oder vegan mit viel frischem Gemüse), mal etwas Joghurt oder ein Ei oder Reste von meinem Essen – und natürlich auch immer noch die gute alte Dose mit Hafer- und Gemüseflocken.

Preisfrage zum Schluss:

Egal ob BARF, Prey, Vegan/Vegetarisch, Selbstgekochtes (womöglich clean) oder ABAM – was haben alle diese Religionen gemeinsam, bzw. was ist der Kern (also der „Gott“ sozusagen) in ihnen, der jeden Anhänger glauben lässt, dass diese Form der Fütterung die einzig richtige sein kann, um den Hund vital und gesund zu erhalten?

Meiner Meinung nach ist es ganz klar:
Alle diese Methoden greifen auf frische und unverarbeitete Lebensmittel zurück.

Das kann dann Fleisch sein, oder Gemüse, oder Hülsenfrüchte, oder Getreide… aber es ist eben nicht von der Maschine bis zur Unkenntlichkeit denaturiert und in Fastfood-Form wieder aufbereitet worden.

Wir wollen schließlich auch nicht tagein, tagaus Tütensuppe essen, oder?

 

WOCHE #1 - WIE ICH SIE ERLEBT HABE

9. März 2019

Halbzeit der ersten Fastenwoche!
Was bedeutet das? Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Eigentlich gehöre ich zu den Leuten, die wirklich gerne und mit Hingabe kochen.
Sowohl für mich – als auch für meine Hunde.

So eine kleine Challenge, möglichst viele frische Lebensmittel – und das mindestens einen Tag lang ausschließlich – an den Hund zu verfüttern, sollte für so jemandem wie mich also doch ein Klacks sein!

11. März 2019

Es gibt drei Fütterungskonzepte, die für mich – in Kombination mit einer sorgfältigen Auswahl der verwendeten Fertigfutter – die perfekte Basis für eine nachhaltige Hundeernährung darstellen. 

Mein eigener Weg von TroFu-Sack und Dose hin zu nachhaltig(er)en und gleichzeitig doch so einfachen „Konzepten“ war keineswegs geradlinig, dafür muss ich ein wenig weiter ausholen.

FASTEN-THEMA VERPASST?

Hier findest Du noch mal alle (bisherigen) Themen unserer Hundefasten-Challenge auf einen Blick:

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